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Kurzbeitrag: Warum BILD jetzt erst über Viviane Cismaks „Schulfrust“ berichtet

Lukas Heinser berichtet in einem interessanten Beitrag im Bildblog über den Umgang der BILD mit Viviane Cismaks Buch „Schulfrust“ und stellt fest, dass das presseähnliche Erzeugnis einzig allein auf ein einziges von dessen zehn Kapitel eingeht, nämlich jenes, in dem über einen angeblich gescheiterten Kulturdialog berichtet wird, 90% des Inhaltes aber außen vor lässt, in dem allgemeine Kritik am Schulsystem und der Lehrerschaft geäußert werden.

http://www.bildblog.de/36368/schools-out/

Tatsächlich offenbart die BILD damit natürlich, was sie thematisch für wichtig erachtet, Multikulti-Bashing ist Springer offensichtlich wichtiger als eine Diskussion über das Bildungssystem an sich.

Heinser stellt allerdings auch die Frage, warum BILD nicht im September „Schulfrust“ eingegangen ist, als es nämlich erschien, sondern erst jetzt – und auf diese Frage möchte ich in aller Kürze einmal ganz spekulativ antworten:
Durch die verspätete Berichterstattung erinnert sich niemand mehr an den Rest des Buches und es entsteht so der Eindruck, die adrette Viviane hätte ein ganzes Buch allein dem Mobbing durch ihre muslimischen Mitschüler gewidmet.

Jedenfalls unterstelle ich dem Spiel mit dem kurzen Gedächtnis der eigenen Leserschaft eine Absicht im Sinne des Anheizens einer fremdenfeindlichen Atmosphäre.